Unter den etwa 400 teilnehmenden Werkstätten war erstmals auch die Kurpfalz-Werkstatt der Lebenshilfe Wiesloch dabei.
Einsatzort während des Austauschs war für Wieslochs Bürgermeister Ludwig Sauer der Arbeitsbereich Baugruppenfertigung der Kurpfalz-Werkstatt. Dabei wurde er von einem der Klienten gewissenhaft in den Arbeitsablauf eingewiesen. Die Klientinnen und Klienten der Werkstatt werden nach ihren Fähigkeiten und Interessen für verschiedenste Tätigkeiten eingesetzt. Es reicht von einfachen Verpackungs- und Konfektionierungsarbeiten bis zu komplexen Montagearbeiten. Im Metallbereich werden CNC-Fräs- und Dreharbeiten ausgeführt, ebenso Tätigkeiten im Garten- und Landschaftsbau. Betriebe und Unternehmen können die Kurpfalz-Werkstatt in den verschiedenen produktiven Arbeits- und Dienstleistungsbereichen beauftragen.
Klient Marcel Odenwälder bekam am Vormittag im Rathaus der Stadt Wiesloch die Gelegenheit, Einblicke in die Aufgaben des Bürgerbüros zu bekommen. Die Mitarbeitenden im Rathaus erklärten ihm mit großem Einsatz die verschiedenen anfallenden Aufgaben. Auch Oberbürgermeister Dirk Elkemann kam vorbei und nahm sich Zeit für ein persönliches Gespräch.
Am Nachmittag war die Pforte sein Einsatzbereich. Begleitet von Jobcoach Timo Hofmann war er mit viel Motivation an den verschiedenen Tätigkeiten interessiert. Der Jobcoach der Kurpfalz-Werkstatt betreut die Klientinnen und Klienten u.a. bei den Außenarbeitsplätzen. Außenarbeitsplätze sind Arbeitsstellen in Zusammenarbeit der Werkstatt mit Betrieben oder Unternehmen des allgemeinen Arbeitsmarktes.
Die Aktion macht auf die Potenziale von Menschen mit Behinderungen als Arbeits- und Fachkräfte aufmerksam und fördert den Austausch zwischen Werkstätten, Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen. Auch viele Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Kommunen beteiligten sich an der Tauschaktion. Dadurch soll das Bewusstsein für die Bedeutung von Inklusion und gesellschaftlicher Teilhabe gestärkt werden.


