Geschichte der Leben­shilfe Wiesloch

lebenshilfe

1963 | Am 28. Mai 1963 grün­de­ten engagierte Wies­locher Bürger die Leben­shilfe Wies­loch als „Leben­shilfe für das geistig behin­derte Kind Ortsvere­ini­gung Wies­loch e.V.“

Zum Grün­dungsvor­sitzen­den wurde damals Herr Dr. Schmidt-​Rohr gewählt, der dieses Amt dann so schnell auch nicht mehr los wurde.

Es begann 1963 mit einer Tagesstätte für 7 behin­derte Kinder in zwei Räu­men des städtis­chen Vere­ins– und Ver­samm­lung­shauses. Ohne Lehrplan, beson­dere Aus­bil­dung oder son­stige Vor­gaben wurde dann von Frau Thieme und Frau Zorn ein­fach begonnen, diesen bisher zu Hause gebliebe­nen Kindern eine Tagesstruk­tur und schulis­che Bil­dung zu bieten.

1965 | Das Ober­schu­lamt sprach die Anerken­nung der Tagesstätte als „Pri­vate Son­der­schule für Bil­dungss­chwache“ aus.

1967 | Die Son­der­schule bezog 4 Räume im Untergeschoss der städtis­chen Sporthalle.

1968 | Die Leben­shilfe erwarb die ehe­ma­lige Bürg­er­meis­ter­villa in der Hei­del­berger Straße für die Sonderschule.

1970 | Namen­sän­derung in Leben­shilfe für geistig Behin­derte e.V. Ortsvere­ini­gung Wiesloch.

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1972 | Ein­wei­hung der Tom-​Mutters-​Schule in der Park­straße. Die Schule hat für dama­lige Zeiten opti­male Räum­lichkeiten bekommen.

Der Kinder­garten Mor­gen­tau nimmt in zwei Räu­men der neuen Schule seinen Betrieb auf.

1979 | Das Kul­tus­min­is­terium genehmigt die Ein­rich­tung einer Beratungsstelle für geistig­be­hin­derte Kinder an der pri­vaten Schule für Geistig­be­hin­derte der Leben­shilfe Wies­loch (heute Son­der­päd­a­gogis­che Beratungsstelle mit Frühförderung.

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1982 | Umzug des Kinder­garten Mor­gen­tau in die frühere Bürgermeistervilla.

1988 | Frau Keller löst Herrn Dr. Schmidt-​Rohr als erste Vor­sitzende ab.

Mit Jür­gen Piesch stellt der Verein einen haup­tamtlichen Geschäfts­führer ein, der von nun an die Entwick­lung der Leben­shilfe Wies­loch wesentlich vorantrieb.

1990 | Aus anfänglich einzel­nen Freizeit– und Sportange­boten entwick­el­ten sich langsam unsere Offe­nen Hilfen.

1992 | Aus den Offe­nen Hil­fen her­aus entwick­elte sich die eigene Kurzzeitun­ter­bringung, die ihre ersten Maß­nah­men, zunächst noch kurz in pri­vaten Räu­men und dann in der Lem­pen­seite durchführten.

1995 | Ein neuer Stan­dort für die Kurzzeitun­ter­bringung und die Offe­nen Hil­fen wurde in einem Rei­hen­haus in Frauen­weiler gefunden.

1997 | Die viele Jahr andauern­den Bemühun­gen um eine Werk­statt in Wies­loch für Men­schen mit Behin­derung wur­den mit der Eröff­nung der Kurpfalz-​Werkstatt im Novem­ber 1997 abgeschlossen.

Schnell hat sich die Kurp­falz Werk­statt auf dem Markt etabliert und zahlre­iche Kun­den und Koop­er­a­tionspart­ner gefun­den. Sie ist in den Bere­ichen Met­all, Mon­tage, Kar­ton­age, Bau­grup­pen­fer­ti­gung, Dien­stleis­tung und Garten­bau tätig und beschäftigt im Arbeits­bere­ich über 140 Beschäftigte.

1999 | Grün­dung des Wohnstättenverbundes

2000 | begann der Wohn­stät­ten­ver­bund mit den Ange­boten des Begleit­eten und Betreuten Wohnens.

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2001 | Bau und Inbe­trieb­nahme der Inte­gra­tiven Kindertagesstätte Kinder­garten Mor­gen­tau, der als Pilot­pro­jekt unter der Schirmherrschaft von Frau Dr. Schawan ein in Baden-​Württemberg wohl ein­ma­liges Konzept mit 40 Kindern ohne Behin­derung und 20 Kindern mit Behin­derung in 4 Grup­pen verwirklicht.

2002 | Die Offe­nen Hil­fen ziehen in die Hei­del­bergstraße in die ehe­ma­lige Bürgermeistervilla.

2003 | Schließlich kauft die Leben­shilfe ein Haus in der Straße Zwis­chen den Wegen, in dem nach großem Umbau und Sanierung 2003 die Kurzzeitun­ter­bringung als Wohnoase ihr neues Quartier beziehen kon­nte. Die Wohnoase ist kom­plett bar­ri­ere­frei aus­ges­tat­tet und ermöglichte daher die Auf­nah­men von Rollstuhlfahrern.

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dr heinz schmidt rohr2004 | Ambu­lante Wohn­for­men betreute die Leben­shilfe Wies­loch schon länger und nach langer Pla­nungsphase und lang­wieriger Stan­dort­suche kon­nte dann endlich am 10.Januar 2004 auch das sta­tionäre Wohn­heim in der Alten Heer­straße in Betrieb genom­men wer­den. Zu Ehren des Grün­dungsvor­sitzen­den wurde es Heinz-​Schmidt-​Rohr-​Haus getauft.

2006 | Frau Ebbecke fol­gte Frau Keller als erste Vor­sitzende nach.

Und wie die anderen Ein­rich­tun­gen der LH ist auch die Werk­statt inzwis­chen ras­ant gewach­sen, es wurde ein weit­eres Gebäude für vier Förder– und Betreu­ungs­grup­pen auf dem Werk­stattgelände gebaut und ein Außen­lager angemietet.

2007 | Die Firma Nuss­baum baute einen Betrieb­skinder­garten und suchte nach einem kom­pe­ten­ten Part­ner für dessen Betrieb, gle­ichzeitig waren wir ger­ade drin­gend auf der Suche nach weit­eren Kinder­garten­plätzen für Kinder mit Behin­derung. Durch Ver­mit­tlung von Herrn Gärt­ner und Herrn Weis sind wir mit der Fam­i­lie Nuss­baum ins Gespräch gekom­men und schnell einig geworden.

2008 | Namen­sän­derung in Leben­shilfe Wies­loch e.V.

Seit 2008 wird die Mensa und der Kiosk des Otthein­rich Gym­na­si­ums Wies­loch von der Kurpfalz-​Werkstatt der Leben­shilfe betrieben. Dort arbeiten Beschäftigte der Kurpfalz-​Werkstatt. Einige sind wöchentlich, andere nur tageweise in der Mensa.

2010 | Die Schule wurde mit den Jahren zu klein und entsprach nicht mehr den heuti­gen Anforderun­gen. Durch Sanierun­gen und eine Erweiterung der Tom-​Mutters-​Schule kann nun in schö­nen, hellen Räu­men gear­beitet und gel­ernt werden.

2011 | Die Leben­shilfe Wies­loch hat das Café Kanapee in der Hes­sel­gasse über­nom­men und bietet dort den Beschäftigten der Kurpfalz-​Werkstatt Auße­nar­beit­splätze an.

2015 | Ein zweiter Neubau weit­erer Förder– und Betreu­ungs­grup­pen und einer Senioren­be­treu­ung ist auf dem Gelände der Kurpfalz-​Werkstatt bere­its im Bau. Die Inbe­trieb­nahme ist im Jahr 2015 vorgesehen.

Von Anfang an wur­den unsere Ein­rich­tun­gen an den Orten gebaut, an denen sich auch die entsprechen­den Ein­rich­tun­gen für Men­schen ohne Behin­derung befinden.

Stadtver­wal­tung und Gemein­derat haben immer ein offenes Ohr für unsere Belange.

Men­schen mit Behin­derung sind selbst Mit­glied unseres Vere­ins und gestal­ten als SMV, Werkstatt-,Wohnheim– oder Behin­derten­beirat das Leben in unseren Ein­rich­tun­gen und im Verein aktiv mit.

Aus den 15 Grün­dungsmit­gliedern sind im Jahr 2014 530 Mit­glieder gewor­den, darunter 21 Men­schen mit Behinderung.

Die Leben­shilfe war und ist ein wichtiger Teil der Stadt Wies­loch und die von uns betreuten Men­schen mit Behin­derung sind in Wies­loch willkom­men und gehören ein­fach dazu.